
Ein steiniger Hangboden, dreißig Löcher für einen Zaun aus festem Draht auszurichten, und eine Schaufel, die ab dem dritten Pfosten nicht mehr ausreicht: das ist die Art von Situation, in der eine Erdbohrmaschine den Unterschied macht. Ein Loch mit einer Erdbohrmaschine zu graben, bleibt jedoch eine Operation, die vorbereitet werden muss, um Verstopfungen, schiefe Löcher oder eine im Ton steckengebliebene Bohrkrone zu vermeiden.
Erfassung der unterirdischen Leitungen vor dem ersten Bohrvorgang
Die Wettbewerber sprechen vage von Sicherheit. Vor Ort hat der erste Schritt nichts mit der Maschine zu tun: man erfasst die unterirdischen Leitungen. Gas, Strom, Trinkwasser, Glasfaser – alles verläuft manchmal weniger als einen Meter unter der Oberfläche.
Bevor der Motor gestartet wird, konsultiert man den Katasterplan und, wenn möglich, die von den Versorgungsunternehmen bereitgestellten Bestandspläne. Ein tragbares Leitungsdetektor ergänzt die Erfassung in unsicheren Bereichen. Das Durchbohren eines elektrischen Kabels oder einer Gasleitung kann viel teurer sein als ein Tag Überprüfung.
Anschließend markiert man jeden Bohrpunkt mit einem Pfahl oder einem Farbstreifen auf dem Boden. Für einen Zaun spannt man eine Schnur zwischen den beiden Enden, um die Ausrichtung zu gewährleisten. Diese vorbereitende Arbeit, die oft schlampig durchgeführt wird, beeinflusst die Qualität alles Folgenden. Wenn man wissen möchte, wie man einfach ein Loch mit einer Erdbohrmaschine gräbt, ist genau diese Vorphase der entscheidende Unterschied zwischen einem reibungslosen Bauablauf und einer Reihe von Korrekturen.

Auswahl der Bohrkrone und Vorbereitung des tonhaltigen Bodens
Die spiralförmige Bohrkrone ist die gebräuchlichste für das Graben von Löchern für Zaunpfosten oder das Pflanzen von Bäumen. Ihr Spiralgang befördert den Boden nach und nach ab. Je weiter der Gang ist, desto schneller erfolgt die Abfuhr, aber desto weniger präzise ist die Arbeit.
Der Durchmesser der Bohrkrone wird je nach Pfosten gewählt: man wählt in der Regel einen Durchmesser, der leicht größer ist als der geplante Einbau. Eine zu breite Bohrkrone auf einem unterdimensionierten Motor zu montieren, verursacht ein übermäßiges Drehmoment, das den Mechanismus belastet und die Maschine schwer kontrollierbar macht.
Tonhaltiger Boden: Vor dem Bohren wässern
Auf einem trockenen, tonhaltigen Boden hat die Bohrkrone die Tendenz, an der Oberfläche zu rutschen, ohne einzudringen. Eine leichte Bewässerung des Bohrbereichs am Vortag oder einige Stunden vorher macht die obersten Zentimeter weich und ermöglicht es der Spitze, sich zu verankern. Man muss den Boden nicht durchnässen, sondern nur die harte Kruste aufbrechen.
Auf sandigem oder lockerem Boden ist dieser Schritt nicht notwendig. Die Rückmeldungen hierzu variieren je nach Saison und Region, aber im Hochsommer auf kompaktem Ton spart die Befeuchtung erheblich Zeit.
Bohren in kurzen Zügen mit einer Erdbohrmaschine
Sobald die Bohrkrone montiert und die Sicherheitsbremse überprüft ist, startet man den Motor kalt gemäß der Herstellervorgaben (Starter, Anlaufschalter, Starter). Man positioniert die Spitze genau auf dem Markierungspunkt, die Füße auf beiden Seiten der Bohrachse, niemals direkt gegenüber der Drehung.
Man bohrt in kurzen Zügen von fünfzehn bis zwanzig Zentimetern, dann zieht man die Bohrkrone hoch, um den angesammelten Boden von den Windungen zu entfernen. Diese Geste, die bei jedem Zug wiederholt wird, vermeidet drei häufige Probleme:
- Die Verstopfung der Bohrkrone, die den Motor überlastet und einen plötzlichen Stopp verursachen kann
- Die Überhitzung des Antriebsmechanismus, insbesondere bei Einsteigermodellen
- Die Ausweitung des oberen Lochs, verursacht durch eine Bohrkrone, die im Haufen von losem Boden leer dreht
Man lässt die Schwerkraft und das Gewicht der Maschine die Arbeit erledigen. Mit dem gesamten Gewicht auf die Erdbohrmaschine zu drücken, lässt die Bohrkrone nicht schneller sinken: das erhöht das Risiko, die Kontrolle zu verlieren, wenn die Bohrkrone an einer Wurzel oder einem Stein hängen bleibt.
Die Geschwindigkeit an den Bodentyp anpassen
Auf lockerem Boden kann man eine moderate Motordrehzahl beibehalten. Auf kompaktem oder steinigen Boden erhöht man die Drehzahl, damit die Bohrkrone schneidet, anstatt zu kratzen. Wenn man auf einen großen Stein stößt, stoppt man, räumt man manuell auf und fährt dann fort. Zwang führt nur dazu, die Bohrkrone zu verbiegen oder ein Zahnrad zu brechen.

Vertikalität des Lochs und Qualität des Einbaus für Zaunpfosten
Ein perfekt vertikales Loch gewährleistet einen geraden Pfosten und eine dauerhafte Verankerung. Man kontrolliert die Senkrechte mit einer Wasserwaage, die während des Bohrens an den Körper der Erdbohrmaschine angelegt wird, oder überprüft nachträglich, indem man den Pfosten einsetzt und vor dem Betonieren anpasst.
Ein oben ausgebauchtes Loch schwächt die Verankerung, weil der Beton dann einen umgekehrten Kegel bildet, der seitlichen Kräften (Wind, Spannung des Drahtes) schlecht widersteht. Um dieses Ausbeulen zu vermeiden, hält man die Bohrkrone von Anfang an gut zentriert und vermeidet es, sie beim Hochziehen zu neigen.
Die Tiefe hängt vom Verwendungszweck ab. Für einen Standard-Zaunpfosten zielt man auf eine Tiefe ab, die ausreicht, damit das untere Drittel des Pfostens eingegraben ist. Man verdichtet leicht den Boden des Lochs, bevor man den Pfosten setzt, und schichtet mit dränierendem Kies unter dem Beton, um eine Wasseransammlung am Fuß zu vermeiden.
- Die Vertikalität bei jedem Loch überprüfen, nicht nur beim ersten und letzten
- Ein Eimer Wasser und eine Bürste in Reichweite halten, um die Bohrkrone zwischen den Löchern zu reinigen
- Den Motor bei jedem Umzug, auch nur über einige Meter, zwischen zwei Bohrpunkten abstellen
Die Erdbohrmaschine bleibt ein leistungsstarkes Werkzeug, das Respekt erfordert: Anti-Vibrationshandschuhe, Schutzbrille und Sicherheitsschuhe sind nicht optional. Zu zweit an großen Durchmesserbohrkronen zu arbeiten, ermöglicht es, das Drehmoment besser zu absorbieren und schneller auf ein Blockieren zu reagieren. Eine gut vorbereitete Baustelle mit regelmäßigen Zügen und systematischer Senkrechtkontrolle verwandelt eine Erdarbeiten in eine schnelle und saubere Operation.